Umbenennung Bushaltestelle Jugendherberge

04.02.2020

„Gemäß der Vorlage zur Kenntnis des Bezirksamtes mit der Drucksache zur Umbenennung der Haltestelle „Jugendherberge“ in „Dohnensteig“, setzt sich die BVG über einen gemeinsam verabschiedeten Beschluss der BVV Reinickendorf hinweg“, so der verkehrspolitische Sprecher der FDP-Fraktion David Jahn. „In der Begründung wird u.a. die Gesamtzahl der Einwohner in Höhe von 17.000 Menschen genannt - es wohnen dort gerade einmal 69 Menschen, so die Zahlen des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Die Relevanz, die die BVG hier als Begründung nennt, ist ein schlechter Scherz“, beschwert sich Jahn weiter. Jahrelang galt sowohl für die Anwohner als auch für die Gäste Jugendherberge die Haltestelle problemlos. „Uns geht es hier um das Andenken an Ernst-Reuter, den die BVG offenbar aus ihrem Portfolio streichen will, warum auch immer“, beschwert sich auch die FDP-Fraktionsvorsitzende Mieke Senftleben. Dass die BVG ausgerechnet die Wahl „Dohnensteig“ genommen hat, zeigt außerdem, dass die BVG den Tierschutz hier außer Acht lässt. Denn laut Wikipedia sind „Dohnen“ eine Vogelfangeinrichtung, die bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts genutzt wurde, um Vögel qualvoll zu fangen und zu töten. Das ist nicht zeitgemäß, daher plädiert die FDP-Fraktion dafür, die Haltestelle wieder in „Jugendherberge“ umzubenennen, gerne mit dem Zusatz „Ernst-Reuter“, so viel Anstand muss sein“, so die Fraktionsvorsitzende Senftleben abschließend.