FDP fordert "Ballot Bins" gegen Zigarettenmüll

19.03.2020

BÜRGER KÖNNEN SPIELERISCH DER UMWELT HELFEN FDP fordert "Ballot Bins" gegen Zigarettenmüll Sibylle Meister und David Jahn zeigen ein Beispiel für ein Ballot bin. Sibylle Meister und David Jahn zeigen ein Beispiel für ein Ballot bin. Foto: FDP-Fraktionhochgeladen von Christian Schindler Die FDP-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung fordert sogenannte „Ballot Bins“ im Bezirk.

"Ballot Bins" sind Mülleimer für Zigarettenstummel. Über eine spielerische Art werden Raucher über eine Umfrage (Ballot) motiviert, ihre Zigaretten in diesen gesonderten Mülleimer zu entsorgen.

David Jahn, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Fraktion, erklärt: „Ein weggeworfener Zigarettenstummel kann bis zu acht Liter sauberes Wasser verschmutzen. Wer Zigaretten einfach auf die Straße wirft, belastet damit unsere Umwelt. Das Ordnungsamt scheint das kaum zu sanktionieren.“

Großer Erfolg in Großbritannien Die FDP-Fraktion favorisiert ein Pilotprojekt am S- und U-Bahnhof Wittenau, wo zahlreiche Fahrgäste während der Wartezeit auf die Busse rauchen und die Kippen dann einfach auf den Boden werfen. In Großbritannien konnte laut Jahn die Vermüllung durch Zigarettenstummel mit den Ballot Bins um fast die Hälfte reduziert werden. Für Jahn wäre das ein erster Schritt, um der immer wieder kritisierten Vermüllung in Wittenau entgegenzutreten.

Wenn das Pilotprojekt am Bahnhof Wittenau erfolgreich verläuft, will sich die FDP im Abgeordnetenhaus dafür einsetzen, diesen Test auf Berlin auszuweiten, so die Reinickendorfer FDP-Abgeordnete Sibylle Meister.

Im Bezirk Spandau hatte es ein solches Pilotprojekt bereits 2019 gegeben.